Land Rover Allgemein – Informationen über alle Land Rover Fahrzeuge

Land Rover ist eine bewegtes Unternehmen. Ständig gibt es neues über Modelle der Marke Land Rover zu berichten. Die Kategorie Land Rover Allgemein ist uns ein Bedürfnis um einfach unseren Kunden Informationen über die Marke liefern zu können

Der Land Rover Defender

Der Defender wurde nahezu unverändert 35 Jahre gebaut und wir warten alle gespannt auf das Modell 2018.

Land Rover Discovery

Im Jahr 2015 wurde der Land Rover Freelander durch den Discovery Sport abgelöst. Die Formen und das Design der Marke ändert sich ständig
Der Indische Automobil Hersteller TATA hat das Unternehmen fest im Griff und Land Rover ist so Erfolgreich wie nie.

Range Rover Modelle

Bei der Upperclass von Land Rover gibt es auch ständig neues zu Berichten – Einzug des Range Rover Evoque, Range Rover Sport und vieles mehr.
Wir informieren Sie regelmäßig über news aus dem Hause Land Rover.

Ein TÜV Teilegutachten für Land Rover Zubehör

Das TÜV-Teilegutachten und die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) sind zwei wichtige Zulassungsdokumente für Kfz-Teile und Zubehör. Beide Dokumente sind für eine rechtmäßige Nutzung von Fahrzeugen in Deutschland unerlässlich. In diesem Bericht werde ich erklären, was ein TÜV-Teilegutachten ist und wie es sich von einer ABE unterscheidet.

Ein TÜV-Teilegutachten ist ein Zulassungsdokument für Fahrzeugteile, die nicht in die Serienfertigung eines Fahrzeugs verbaut sind. Es wird von einer technischen Prüfstelle wie dem TÜV (Technischer Überwachungsverein) erstellt. Um so die Sicherheit und Eignung von Teilen für den Straßenverkehr zu bestätigen. Teile, die ein TÜV-Teilegutachten haben, können auf bestimmten Fahrzeugtypen oder in Kombination mit anderen Teilen eingesetzt werden, sofern sie den Anforderungen des Gutachtens entsprechen. Typische Beispiele für Teile, die ein TÜV-Teilegutachten benötigen, sind Fahrwerkskomponenten, Felgen, Bremsanlagen, Auspuffanlagen und Anhängerkupplungen.

ABE kein Besuch bei der Zulassungsstelle

Im Gegensatz dazu ist eine ABE ein Zulassungsdokument für Fahrzeugteile, die in die Serienfertigung eines Fahrzeugs integriert sind. Es wird von den Fahrzeugherstellern oder deren Zulieferern erstellt und bescheinigt, dass das Teil den Anforderungen der StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung) entspricht und sicher auf bestimmten Fahrzeugtypen eingesetzt werden kann. Typische Beispiele für Teile, die eine ABE benötigen, sind Scheinwerfer, Rückleuchten, Außenspiegel und Radkappen.

Ein weiterer Unterschied zwischen einem TÜV-Teilegutachten und einer ABE ist, dass ein TÜV-Teilegutachten in der Regel nur für ein bestimmtes Fahrzeug oder eine bestimmte Fahrzeugkonfiguration gültig ist, während eine ABE oft für eine ganze Fahrzeugreihe oder eine bestimmte Baureihe gilt. Ein TÜV-Teilegutachten kann auch spezifische Einbauanweisungen und -Empfehlungen enthalten, während eine ABE in der Regel allgemeine Einbauanweisungen enthält.

Nur Sicherheitsrelevante Teile benötigen ein Dokument

Es ist wichtig zu beachten, dass ein TÜV-Teilegutachten oder eine ABE nicht die einzigen Zulassungsdokumente sind, die für bestimmte Teile oder Zubehörteile benötigt werden können. Einige Teile erfordern zusätzlich zum TÜV-Teilegutachten oder zur ABE eine Einzelabnahme durch eine technische Prüfstelle. Dies ist oft der Fall bei Teilen, die nicht für das jeweilige Fahrzeugtypen freigegeben sind oder bei Teilen, die eine Änderung der Abgaswerte oder des Gewichts des Fahrzeugs bewirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein TÜV-Teilegutachten ein Zulassungsdokument für Fahrzeugteile ist, die nicht in die Serienfertigung eines Fahrzeugs integriert ist

Entwicklung  mit AVL List und Historie der Land Rover TDI-Motoren – Vom 200TDI zum 300TDI

Die Ausgangslage: Land Rover und der Bedarf an modernen Dieselmotoren

Ende der 1980er Jahre stand Land Rover vor einer entscheidenden Herausforderung, mit der Hilfe von AVL List sollte die alten Motoren modernisiert werden. Die bis dahin eingesetzten Saugdiesel und frühen Turbodiesel waren robust, aber in Effizienz, Laufkultur und Emissionsverhalten nicht mehr zeitgemäß. Der internationale Markt verlangte nach leistungsfähigeren, sparsameren und gleichzeitig langlebigen Antrieben – besonders für Fahrzeuge wie Defender, Discovery und Range Rover.

In dieser Phase begann die technische Neuausrichtung der Dieselmotorenentwicklung. Externe Entwicklungsdienstleister wie AVL List, ein österreichisches Unternehmen mit Spezialisierung auf Motoren- und Antriebstechnologie, spielten in der damaligen Industrie eine wichtige Rolle bei Prüfstandsentwicklung, Verbrennungsoptimierung und Simulationstechniken. Auch wenn Land Rover eigene Motoren entwickelte, waren solche Ingenieurdienstleister in den 1980er- und 1990er-Jahren integraler Bestandteil moderner Motorenprojekte.

Der 200TDI – Beginn einer neuen Dieselgeneration

1990 wurde der 200TDI vorgestellt. Dieser Motor markierte den Übergang von älteren Vorkammer-Dieseln hin zu effizienteren Direkteinspritzsystemen. Der 2,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel war kompakt, mechanisch robust und für den harten Geländeeinsatz konzipiert.

Technische Merkmale des 200TDI:

  • 2,5 Liter Hubraum

  • Direkteinspritzung

  • Turbolader

  • mechanische Einspritzpumpe

  • Graugussblock

  • Zahnriemensteuerung

Der Motor wurde sowohl im Defender als auch im ersten Discovery 1 eingesetzt. Seine Konstruktion war bewusst einfach gehalten, um Wartungsfreundlichkeit und Reparierbarkeit zu gewährleisten – ein entscheidender Faktor für Expeditionen und internationale Einsätze.

Die thermodynamische Optimierung von Verbrennung, Ladedruck und Einspritzzeitpunkten entsprach dem damaligen Stand moderner Dieselentwicklung. Hier kamen Methoden zum Einsatz, die auch von Entwicklungsunternehmen wie AVL List in Prüfstand- und Simulationstechnologien etabliert wurden.

Übergang und Weiterentwicklung – Entstehung des 300TDI

Mitte der 1990er Jahre wurde der 200TDI durch eine überarbeitete Version ersetzt. Der TDI 300 erschien 1994 und stellte keine völlige Neuentwicklung dar, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts.

Ziele der Überarbeitung:

  • Reduzierung von Geräuschentwicklung

  • Verbesserung der Emissionswerte

  • Optimierung der Fertigungsprozesse

  • Anpassung an neue Sicherheits- und Karosseriestrukturen

Der TDI 300 erhielt unter anderem:

  • überarbeitete Nebenaggregate-Anordnung

  • geänderte Motoraufhängung

  • verbessertes Kühlsystem

  • modifizierte Zahnriemenführung

  • optimierte Abgasführung

Technisch blieb der Motor bei 2,5 Litern Hubraum und mechanischer Einspritztechnik. Seine Leistung lag bei rund 111 PS, mit einem Drehmoment, das für Geländeeinsatz und Zugbetrieb ideal war.

Rolle externer Entwicklungskompetenz

In den 1990er Jahren war es üblich, dass Fahrzeughersteller mit spezialisierten Engineering-Unternehmen kooperierten. Firmen wie AVL-aus Österreich unterstützten Automobilhersteller weltweit bei:

  • Verbrennungsanalyse

  • Prüfstandsentwicklung

  • Simulation von Belastungsszenarien

  • Emissionsoptimierung

  • NVH-Analysen (Noise, Vibration, Harshness)

Solche Technologien flossen indirekt auch in die Weiterentwicklung von Motoren wie dem TDI 300 ein, insbesondere bei der Verbesserung von Laufkultur und Abgasverhalten.Wichtig ist jedoch: Die Konstruktion des 200TDI und TDI 300 war primär eine interne Land Rover Entwicklung – jedoch in einem industriellen Umfeld, das stark von externen Prüf- und Entwicklungsdienstleistungen geprägt war.

Unterschiede zwischen 200TDI und TDI 300

Obwohl beide Motoren ähnliche Leistungsdaten aufweisen, gibt es konstruktive Unterschiede:

200TDI:

  • teilweise andere Turboposition

  • einfachere Nebenaggregatestruktur

  • etwas rauerer Lauf

TDI 300:

  • verbesserte Geräuschdämmung

  • geänderte Einspritzabstimmung

  • modernisierte Peripherie

Der TDI 300 gilt heute als etwas ausgereifter, insbesondere in Bezug auf Wartungsfreundlichkeit und Ersatzteilverfügbarkeit.

Bedeutung im Offroad- und Expeditionsbereich

Sowohl der 200TDI als auch der TDI 300 wurden zu Ikonen im Offroad- und Overlanding-Bereich. Ihre mechanische Einfachheit ohne komplexe Elektronik machte sie weltweit einsetzbar. In Regionen ohne Diagnosesysteme oder spezialisierte Werkstätten war diese Robustheit entscheidend.

Gerade der TDI 300 genießt bis heute hohes Ansehen bei Defender-Fahrern, da er:

  • mechanisch abstimmbar ist

  • tuningfähig bleibt

  • relativ einfach repariert werden kann

  • keine empfindliche Motorsteuerung besitzt

Historische Einordnung im Kontext der Dieselentwicklung

Die 1990er Jahre waren eine Übergangszeit. Während andere Hersteller bereits auf elektronisch gesteuerte Einspritzsysteme umstiegen, setzte Land Rover noch auf mechanische Robustheit. Erst mit dem TD5 begann der Schritt hin zu elektronisch kontrollierter Einspritzung.Im Rückblick markieren 200TDI und TDI 300 die letzte große Generation klassischer, vollständig mechanischer Land Rover Dieselmotoren.

Fazit

Die Entwicklung vom Land Rover 200TDI zum TDI 300 war keine Revolution, sondern eine gezielte Evolution. Verbesserte Fertigung, optimierte Geräuschentwicklung und angepasste Nebenaggregate machten den Motor alltagstauglicher, ohne seine Geländekompetenz zu beeinträchtigen.

Das industrielle Umfeld der 1990er Jahre – geprägt durch Prüf- und Entwicklungsdienstleister wie AVL – schuf die technischen Rahmenbedingungen für solche Optimierungen. Dennoch bleibt festzuhalten: Die TDI-Motoren dieser Ära waren in erster Linie Produkte einer konstruktiven Philosophie, die auf Einfachheit, Haltbarkeit und globale Einsatzfähigkeit setzte.

Heute gelten sie als robuste Klassiker und sind weiterhin fester Bestandteil der Land Rover Geschichte – insbesondere im Defender- und Expeditionsbereich.

Der Land Rover TDI Motor – Technik, Daten und warum er als unverwüstlich gilt

Der Land Rover TDI Motor gehört zu den bekanntesten und langlebigsten Dieselmotoren im klassischen Geländewagenbau. Entwickelt in einer Zeit, in der mechanische Robustheit und weltweite Einsatzfähigkeit wichtiger waren als elektronische Komplexität, steht dieser 2,5-Liter-Vierzylinder bis heute für Zuverlässigkeit und einfache Wartbarkeit. Verbaut wurde er im Defender, im Discovery 1 sowie im Range Rover Classic – also genau in jenen Modellen, die das Bild des klassischen Land Rover geprägt haben. Seine Konstruktion mit Graugussblock, mechanischer Einspritztechnik und Turbolader war bewusst auf Dauerhaltbarkeit ausgelegt. Statt maximaler Spitzenleistung stand ein solides Drehmoment im unteren Drehzahlbereich im Fokus, was ihn besonders im Gelände, im Anhängerbetrieb und auf langen Fernreisen bewährt machte. Gerade im Offroad- und Expeditionsbereich genießt dieser Motor Kultstatus, weil er auch unter extremen klimatischen Bedingungen – von Wüstenhitze bis Hochgebirgskälte – zuverlässig arbeitet und sich im Notfall mit vergleichsweise einfachen Mitteln instand setzen lässt.

Technische Basis des TDI Motors

Der TDI Motor wurde in zwei Hauptvarianten produziert:

200TDI (ab 1989/1990)

  • Hubraum: 2.495 cm³

  • 4 Zylinder in Reihe

  • Direkteinspritzung

  • Turbolader

  • mechanische Einspritzpumpe

  • Leistung: ca. 107–111 PS

  • Drehmoment: ca. 255 Nm

300TDI (ab 1994)

  • Hubraum: 2.495 cm³

  • 4 Zylinder

  • Turbodiesel mit Direkteinspritzung

  • mechanische Bosch-Verteilerpumpe

  • Zahnriemensteuerung

  • Leistung: 111–113 PS

  • Drehmoment: ca. 265 Nm

Der 300TDI war eine Weiterentwicklung des 200TDI mit verbesserter Peripherie, optimierter Geräuschdämmung und angepasster Nebenaggregate-Anordnung.

Warum der TDI Motor als genial gilt

Der TDI Motor ist kein Hochleistungsaggregat. Seine Stärke liegt nicht in Spitzenleistung, sondern in:

  • massivem Graugussblock

  • einfacher mechanischer Einspritztechnik

  • geringer Elektronikabhängigkeit

  • robuster Bauweise

  • einfacher Wartung

Gerade im Defender wurde der Motor weltweit unter extremen Bedingungen eingesetzt – Wüste, Tropen, Hochgebirge. Er verzeiht schlechte Kraftstoffqualität, hohe Temperaturen und lange Laufzeiten.

Langlebigkeit – realistische Laufleistungen

Laufleistungen von 300.000 bis 400.000 km sind bei guter Wartung keine Seltenheit. Viele Motoren erreichen sogar 500.000 km, wenn:

  • Ölwechsel regelmäßig erfolgen

  • Zahnriemenintervalle eingehalten werden

  • Kühlung einwandfrei funktioniert

  • kein dauerhaftes Überhitzen stattfindet

Der Motor ist thermisch vergleichsweise konservativ ausgelegt. Die spezifische Literleistung ist niedrig, was die mechanische Belastung reduziert.

Ölwahl je nach Klima und Laufleistung

Die richtige Ölwahl ist entscheidend für die Langlebigkeit.

Gemäßigtes Klima (Mitteleuropa):

  • 10W40 halbsynthetisch

  • bei höherer Laufleistung über 250.000 km auch 15W40

Heißes Klima (Afrika, Australien, Südeuropa):

  • 15W40

  • bei extremen Temperaturen 20W50

Kaltes Klima (Skandinavien, Hochgebirge):

  • 5W40 oder 5W30 mit ausreichender HTHS-Stabilität

Bei Motoren mit hoher Laufleistung (über 400.000 km) kann ein mineralisches 15W40 sinnvoll sein, da es oft besseren Öldruck bei verschlissenen Lagern aufrechterhält. Wichtig ist weniger die Marke als die regelmäßige Wechselintervalle von etwa 7.000–10.000 km bei Offroad-Nutzung.

Schwachstellen des TDI Motors

Kein Motor ist perfekt. Typische Schwachpunkte sind:

  • Zahnriemenführung beim frühen 300TDI

  • Risse im Zylinderkopf bei Überhitzung

  • Undichtigkeiten an Dichtungen

  • Verschleiß der Einspritzpumpe bei schlechter Wartung

Überhitzung ist der größte Feind dieses Motors. Ein intakter Kühler, funktionierender Viskolüfter und sauberes Kühlsystem sind entscheidend.

Warum er im Defender besonders beliebt ist

Im Defender entfaltet der TDI Motor seine Stärken besonders gut:

  • hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl

  • einfache Reparierbarkeit unterwegs

  • mechanische Einspritzung ohne Steuergerät

  • gute Ersatzteilverfügbarkeit weltweit

Für Expeditionen ist die fehlende elektronische Motorsteuerung ein großer Vorteil. Kein Steuergerät bedeutet weniger Ausfallrisiko durch Feuchtigkeit oder Spannungsschwankungen.

Tuning-Möglichkeiten

Der TDI Motor bietet moderates, aber solides Tuningpotenzial.

Einfache Optimierungen:

  • Ladedruck leicht erhöhen

  • Einspritzmenge an der Bosch-Pumpe anpassen

  • größerer Ladeluftkühler

  • optimierte Abgasanlage

Realistische Leistungswerte:

  • Serie: ca. 111 PS

  • mit moderatem Tuning: 125–135 PS

  • mit stärkerer Optimierung: 140–150 PS

Alles darüber hinaus belastet Kolben, Pleuel und Zylinderkopf deutlich stärker und reduziert die Lebensdauer.

Wichtig: Mehr Leistung erzeugt mehr thermische Belastung. Ohne angepasste Kühlung riskierst du Schäden.

Kraftstoffverbrauch

Der Verbrauch liegt im Defender je nach Bereifung und Aufbau bei:

  • 9–11 Liter auf Straße

  • 11–13 Liter im Gelände

Im Vergleich zu modernen Dieselmotoren sind Emissionswerte höher, aber der Motor ist mechanisch effizient und sparsam im Verhältnis zu Fahrzeuggewicht und Aerodynamik.

Warum er heute noch gefragt ist

Der TDI Motor steht für eine Epoche des klassischen Dieselbaus:

  • keine komplexe Elektronik

  • keine empfindlichen Hochdrucksysteme

  • keine AdBlue-Technik

  • keine Partikelfilter

Gerade in Ländern mit schlechter Dieselqualität oder eingeschränkter Werkstattstruktur ist dieser Motor ideal.

Er ist berechenbar, reparierbar und langlebig.

Fazit

Der Land Rover TDI Motor – egal ob 200TDI oder 300TDI – ist kein Hochleistungsmotor, sondern ein Arbeitstier. Seine Stärke liegt in einfacher Mechanik, robuster Bauweise und thermischer Reserven. Er wurde im Defender, Discovery 1 und Range Rover Classic verbaut und gilt bis heute als einer der zuverlässigsten Land Rover Dieselmotoren überhaupt. Wer Wartung ernst nimmt, Kühlung im Auge behält und den Motor nicht dauerhaft überlastet, kann Laufleistungen von weit über 400.000 km erreichen. Genau deshalb ist dieser Motor bis heute beliebt – bei Offroad-Fahrern, Overlanding-Reisenden und allen, die mechanische Ehrlichkeit mehr schätzen als elektronische Komplexität.

Der Land Rover Discovery Serie 2 TD5 und V8

Die Discovery Serie 2 wurde ab November 1998 von einem Alublock 4,0-Liter-V8 mit 136 kW (185 PS) Ottomotor oder wahlweise einen 2,5 Liter Td5 Dieselmotor mit 102 kW (139 PS) vorwärtsgetrieben. Im darauffolgenden Jahr (2003) erhielt er ein Upgrade auf eine 4,6-Liter-V8 Motor mit stattlichen 162 kW (220 PS), allerdings nicht auf dem deutschen Markt.

Weiterentwicklung und Modellpflege vom Discovery 2

Sicherheits-Features wie Antiblockiersystem (ABS) mit einer komplett überarbeiteten Bremsanlage wurden damals serienmäßig. Weitere technische Errungenschaften waren damals war das Active Cornering Enhancement (ACE), welches die Seitenneigung der Karosserie beim sogenannten Elch-Test ein deutlich sichereres Fahrgefühl verleihen sollte, dazu kam noch das sogenannte Self Levelling Suspension (SLS), ein Assistenzsystem, das eine automatische Niveauregulierung an der Hinterachse bewerkstelligt. Der Discovery 2 wurde mit  Traktionskontrolle ( Electronic Traction Control) auch ETC genannt, das sorgte dafür, dass wenn an einem Rad auf losem Untergrund Schlupf hatte, die Antriebskraft an die anderen Räder geleitet wird, und so Grip vorfinden. In der Länge wuchs der zweite Discovery um 6,5 cm. Der Radstand blieb jedoch gleich. Optional gab es eine dritte Sitzreihe, sodass sieben Sitze verfügbar waren. Diese hatten entweder eine serienmäßige Stoffpolsterung oder eine optional erhältliche Lederausstattung.

Modellpflege vom Discovery 2

Ende 2002 wurde der Discovery 2 einer umfangreichen Modellpflege unterzogen. Es gab einige Neuerungen wie zum Beispiel an den Scheinwerfern, die eine größere Reichweite bekamen. Ledersitze, Klimaautomatik oder elektrisch verstellbare Vordersitze gab es gegen Aufpreis. Ein Ziel, das Land Rover mit dem überarbeiteten Discovery 1 verfolgte, war die Verkaufszahlen anzukurbeln, da diese seit dem Vorgänger um 63 Prozent gefallen waren. Zu den Motoren gehörten der von Land Rover selbst entwickelte 2,5-Liter-Direkteinspritzer-Diesel mit Pumpe-Düse-Technik mit einer Leistung von 102 kW (139 PS). Der 4,0-Liter-V8 leistete 136 kW (185 PS).

Technische Informationen

Produktionszeitraum: 1998–2004
Karosserieversionen: Station Wagon

Motoren:

Ottomotoren:
4,0–4,6 Liter
(136–162 kW)

Dieselmotor:
2,5 Liter (102 kW)

Länge: 4710 mm
Breite:  1890 mm
Höhe: 1941 mm
Radstand: 2540 mm
Leergewicht: 2020–2200 kg

 

Land Rover Discovery 1 einer der erfolgreichsten Geländewagen

Bereits im Jahr 1986 war die Idee für den Discovery 1 geboren, ein preisgünstiger Geländewagen sollte gute Geländeeigenschaften und Straßen-Eigenschaften vereinen sollten. Mike Donavan von Land Rover und sein Team, hatten die Aufgabe eine preisgünstiges Modell zwischen Defender und Range Rover zu entwickelt um die japaninschen Geländewagen Hersteller vom Markt zu drängen. Vorgabe war eine Preisrange zwischen 35.000 & 50.000,- DM. Ab Oktober 1989 wurde der Land Rover Discovery 1 für 45.350,-DM vorgestellt.

Eigentlich ist der Land Rover Discovery ein Geländewagen der nächsten neueren Entwicklung seiner Zeit und der Urvater des heutigen SUV des britischen Hersteller Land Rover. Der Range Rover wurde seiner Zeit als Luxus SUV gefeiert und auf dem damaligen Markt Mitte der achtziger positioniert. Der 1989 vorgestellte Discovery 1 sollte unterhalb des Range Rover angeboten werden. Mit der Zeit wurden die Discovery Modelle unter anderem mit ABS, Airbags, Automatik, Luftfederung und anderen Features ausgestattet.

Bereits nach 9 Jahren waren 350,000 Discovery 1 von der ersten Serie weltweit verkauft. Zu dieser Zeit war er der meistverkaufte Land Rover und er übertraf sogar den Defender. Die Zielgruppe war für diesen Land Rover eine ganz andere, da der Fokus auf Komfort & Straßentauglichkeit – und Geländeeigenschaften vereinte. Waren die Kunden der Discovery 1 Serie wohlhabende Farmer, Landwirte, Weingutbesitzer, oder ähnliche.

Die Karosserie und das Fahrwerk waren exakt dem damaligen Range Rover classic identisch mit 2,54 m (100 Zoll) Radstand. Der ideale Geländeeigenschaften hatte, und eigentlich fast Baugleiches Fahrwerk wie der Defender. Der Discovery 1 war deswegen so beliebt und erfolgreich weil er einen unkaputtbaren neuen Dieselmotor bekam den Tdi 200/300, mit 83 kW (113 PS) der bei 4000/min leistete. Der TDI hatte ein Hubraum von 2496 cm³ entsprach dem vorherigen Motor, auf der Grundlage des alten Blocks wurde mit dem AVL List ein neuer Motor entwickelt worden. Im Laufe der Zeit wurde der Tdi weiterentwickelt
und der 200 vom 300 Tdi abgelöst.

Produktionszeitraum: 1989–1998
Karosserieversionen:  Station Wagon

Motoren:
Ottomotoren:

2,0 Liter (100 kW)
3,5–3,9 Liter
(113–134 kW)

Dieselmotor:
2,5 Liter (83 kW)

Länge: 4521–4524 mm
Breite: 1793–1810 mm
Höhe: 1928–1968 mm
Radstand: 2540 mm
Leergewicht: 1965–2080 kg